Wer zum ersten Mal baut oder saniert, unterschätzt oft nicht die Bauzeit, sondern alles davor und danach. Ein Projekt läuft deutlich ruhiger, wenn Sie wissen, welche Schritte anstehen und wer wofür zuständig ist. Dieser Überblick gilt für die Badsanierung ebenso wie für den Anbau.
1. Bedarf klären
Notieren Sie, was gebaut oder verändert werden soll, warum, und bis wann. Fotos, grobe Maße und vorhandene Pläne sparen später viel Zeit. Klären Sie auch Ihren Budgetrahmen, selbst wenn er nur grob ist.
2. Anfrage und Besichtigung
Mit diesen Informationen kann ein Fachbetrieb erste Rückfragen stellen. Bei größeren Vorhaben oder Arbeiten im Bestand folgt meist eine Besichtigung vor Ort. Erst dann lässt sich realistisch einschätzen, was nötig ist.
3. Genehmigungen prüfen
Viele Renovierungen sind genehmigungsfrei, Anbauten, Aufstockungen oder Nutzungsänderungen meist nicht. Das sollte vor dem Vertrag geklärt sein. Mehr dazu in unserem Artikel zur Baugenehmigung.
4. Angebot und Vertrag
Sie erhalten ein Angebot mit Leistungsbeschreibung, Preisen und Terminen. Bei Neubauten oder erheblichen Umbauten durch Verbraucher gelten besondere Schutzregeln, der sogenannte Verbraucherbauvertrag (§§ 650i ff. BGB):
- Der Vertrag muss mindestens in Textform geschlossen werden, also zum Beispiel per E-Mail oder schriftlich.
- Sie erhalten vorab eine Baubeschreibung mit verbindlichen Angaben, auch zum Fertigstellungstermin.
- Sie haben ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, außer der Vertrag wurde notariell beurkundet.
- Abschlagszahlungen dürfen insgesamt höchstens 90 Prozent der vereinbarten Vergütung betragen.
Für kleinere Aufträge gelten diese Sonderregeln nicht, die allgemeinen Regeln des Werkvertragsrechts aber schon.
5. Planung und Terminierung
Jetzt wird festgelegt, welches Gewerk wann arbeitet. Gerade hier entstehen die meisten Verzögerungen: Der Fliesenleger kann erst starten, wenn der Installateur fertig ist, und der Estrich braucht Trocknungszeit. Eine abgestimmte Reihenfolge spart Wochen.
6. Ausführung
Während der Bauphase sollten Sie einen festen Ansprechpartner haben, der den Fortschritt kennt. Vereinbaren Sie Änderungen immer schriftlich und mit Preis. Bezahlt wird üblicherweise nach Baufortschritt.
7. Abnahme
Am Ende prüfen Sie gemeinsam die fertige Leistung und bestätigen sie. Die Abnahme ist ein wichtiger rechtlicher Moment: Ab hier wird die Schlusszahlung fällig, und die Gewährleistungsfrist beginnt. Was Sie dabei beachten sollten, erklären wir im Artikel zu Abnahme und Gewährleistung.
Was Sie selbst vorbereiten können
- Fotos und Maße der betroffenen Bereiche
- Vorhandene Pläne, Grundrisse, frühere Rechnungen
- Budgetrahmen und Wunschtermin
- Zugang, Strom und Wasser für die Baustelle klären
- Bei Mietobjekten oder Eigentumswohnungen: Zustimmung von Vermieter oder Eigentümergemeinschaft
So arbeitet Plan & Build
Sie haben bei uns von der Anfrage bis zur Abnahme einen festen Ansprechpartner. Wir stimmen die Gewerke aufeinander ab und behalten Termine und Qualität im Blick.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.